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Steuern / Sonstige 
Freitag, 10.07.2020

Corona-Krise: Konsultationsvereinbarung verlängert - Grenzpendler Deutschland/Belgien

Das Bundesministerium der Finanzen hat die zweite Verlängerung der Konsultationsvereinbarung zwischen Deutschland und dem Königreich Belgien vom 06.05.2020 i. S. d. Besteuerung von Grenzpendlern veröffentlicht (Az. IV B 3 – S-1301-BEL / 20 / 10002 :001).

Die Anwendung der Konsultationsvereinbarung wurde lt. BMF mit schriftlicher Vereinbarung der zuständigen Behörden vom 22.06.2020 bis zum 31.08.2020 verlängert.

Hintergrund

Das BMF hatte eine Verständigungsvereinbarung zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Königreich Belgien am 07.05.2020 veröffentlicht. Die Vereinbarung regelt die Besteuerung von Grenzpendlern nach Belgien und bedeutet eine Entlastung für grenzüberschreitend tätige Arbeitnehmer im Hinblick auf die Maßnahmen zur Bekämpfung der COVID-19-Pandemie.

Es wurde vereinbart, dass die Arbeitstage, an denen die Grenzpendler aufgrund der Corona-Pandemie von ihrer Wohnung aus im Homeoffice arbeiten, als Arbeitstage in Belgien gelten (Tatsachenfiktion). Die Arbeitnehmer sind verpflichtet, entsprechende Aufzeichnungen zu führen (Bescheinigung des Arbeitgebers über Homeoffice-Tage aufgrund der Corona-Pandemie). Die Tatsachenfiktion greift nicht für Homeoffice-Tage, die unabhängig von dem Coronavirus stattfinden.

Hinweis

Deutsche Grenzpendler, die in Belgien beschäftigt sind, besteuern ihren Arbeitslohn in Belgien (so die Regelung in Artikel 15 des DBA Belgien). Ein erhöhtes Maß an „Homeoffice-Tagen“ kann daher zu einer Änderung der Aufteilung der Besteuerungsrechte und damit zu einer Änderung der steuerlichen Situation der betroffenen Grenzpendler führen.

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Die Fachnachrichten in der Infothek werden Ihnen von der Redaktion Steuern & Recht der DATEV eG zur Verfügung gestellt.